Bereits als Kind beschließt Martin Mautner – nachdem er einen Film mit Kampfsport-Ikone Bruce Lee gesehen hat – selbst der beste Kämpfer der Welt zu werden. Da es damals für Kinder in Europa jedoch keine Trainingsmöglichkeiten gab, wendet er sich vorerst anderen Sportarten zu. Er beginnt als begeisterter Fußballer, aber auch mit Paragleiten, Raften, Klettern und Tauchen sein starkes Bedürfnis nach Bewegung zu befriedigen.

Erst mit 22 erinnert er sich wieder an seinen kindlichen Traum und startet eine Karriere als Kickboxer – und das, obwohl in diesem Sport die meisten in seinem Alter bereits an ein Ende ihrer Wettkampfkarriere denken. Doch Martin hat auch jetzt noch immer das Ziel seiner Kindheit vor Augen: „Ich werde der beste Kämpfer der Welt!“

Seine eiserne Disziplin, gute Reflexe und ein wacher Geist erleichtern das harte Training. Bald absolviert Martin die ersten Turniere. Selbst schmerzhafte Verletzungen können ihn nicht daran hindern, dran zu bleiben.

Nach sieben Jahren hartem Training wird er in das österreichische Nationalteam berufen. 20–30 Stunden Training pro Woche sind ab jetzt keine Seltenheit. Er beginnt, namhafte Turniere zu gewinnen und ist gerngesehener Gast bei internationalen Trainingscamps. Bald organisiert er selbst solche Camps mit den besten Kämpfern Europas, was ihm weitere Gelegenheit gibt zu wachsen und sich zu entwickeln. Rund um die Welt tingelt er von Turnier zu Turnier und wird immer erfahrener und besser.

Im Sommer 2003 ist es endlich soweit. Beim internationalen Worldcup wird er zum besten Kämpfer der Welt. Mit 33 Jahren ist er Worldcupchampion. 2004 wird er als einziger Österreicher zu den Scottish Open nach Glasgow eingeladen, wo er auch dieses prestigeträchtige Turnier gewinnt. 10 Kämpfe hat er an diesem Tag zu absolvieren. Im Finale bezwingt er den mehrfachen Weltmeister Phill Allen, der bis dorthin als unbezwingbar galt und zwei Wochen zuvor einem von Martins Freunden bei einem Turnier in London zwei Rippen brach.

2005 beendet Martin seine Wettkampf-Karriere. Seitdem gibt er seine praktischen Erfahrungen – die er über die Jahre noch mit einem Masterstudium und anderen Ausbildungen ergänzt hat – als Coach für Spitzensportler und Manager bei gefuehlsLOGIK.at weiter. Denn er weiß, welche Zutaten benötigt werden, um auch ambitionierte Ziele zu erreichen.